Geboten werden ihnen neben zahlreichen State-of-the-art-Vorträgen rund 20 „live“ über Satellit zugeschaltete Videoübertragungen von Gefäßeingriffen. Die Ärzte im Kongresszentrum können ihren mit minimalinvasiver Kathetertechnik operierenden Kollegen dann per Riesen-Video-Wand über die Schulter und auf die Finger schauen, Fragen stellen, Ratschläge geben und vor allem über das im jeweiligen Fall beste Behandlungsverfahren gemeinsam diskutieren. Der technische Aufwand dazu ist enorm. Für die Videoübertragungen sind allein zwei TV-Teams über drei Tage gleichzeitig im Außeneinsatz. Dr. Lichtenberg ist überzeugt, dass der Aufwand lohnt: „Es sind die Feinheiten im Umgang mit den neusten Techniken, die den Unterschied machen. Da hilft der genaue Blick auf die Arbeit der Kollegen und der fachübergreifende Austausch ungemein.“ Workshops und spezielle Simulatortrainings, in denen neuste Interventionsverfahren getestet und erlernt werden können, ein eigens und erstmals eingerichtetes Forum für Nachwuchsgefäßmediziner sowie ein Fortbildungstag für Fach-Assistenzpersonal in der Gefäßmedizin zählen ebenfalls zum Programm der kommenden Gefäßtage.
Neue Perspektiven für Patienten
Auch wenn es sich bei den Arnsberger Gefäßtagen um eine ärztliche Fachveranstaltung handelt, dreht sich hier alles um den Patienten. Ein einfaches Beispiel macht das schnell klar. Allein in Deutschland muss jährlich rund 50.000 mal ein Zeh, ein Fuß, ein Unterschenkel oder gar ein Bein aufgrund von durchblutungsbedingten Gewebeschäden amputiert werden. Fortschritte in der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet minimalinvasiver Verfahren bieten diesen Patienten neue Perspektiven, können helfen Amputationen zu vermeiden und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. „Dazu wollen wir mit den Arnsberger Gefäßtagen erneut ein klein wenig beitragen“, so Dr. Lichtenberg.