Arnsberg. Der Klimawandel und die zunehmenden Extremwetterereignisse stellen die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen. Wie können widerstandsfähige und anpassungsfähige Waldökosysteme geschaffen werden, die gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung ermöglichen? Dieser drängenden Frage widmet sich der 6. FSC-Walddialog in Arnsberg, der in Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz Nordrein-Westfalen veranstaltet wird.
„Der Klimawandel stellt die Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen vor beispiellose Herausforderungen. Die richtige Baumartenwahl ist dabei ein entscheidender Schlüssel für widerstandsfähige Wälder. Dieser Walddialog bietet eine wertvolle Plattform, um wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen zu verbinden und gemeinsam Lösungsansätze für klimaangepasste Waldökosysteme zu entwickeln. Die Zusammenarbeit zwischen FSC und Wald und Holz NRW zeigt, dass wir diese Aufgabe nur im Dialog bewältigen können“, erklärt Amadeus Bewer, Teamleiter für Waldbau, Naturschutz und Jagd im landeseigenen Forstbetrieb bei Wald und Holz NRW.
Experten-Vorträge und Exkursionen
Am 3. und 4. April 2025 haben Waldbewirtschaftende, Fachleute und Interessierte die Möglichkeit, sich im Rahmen des kostenfreien Walddialogs über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, Baumartenwahl und Praxisansätze auszutauschen. Auf dem Programm stehen spannende Vorträge renommierter Expertinnen und Experten sowie eine praxisnahe Exkursion. „Die Ergebnisse dieses Walddialogs werden auch im Rahmen der anstehenden Revision des deutschen Waldstandards Berücksichtigung finden und sind somit zukunftsweisend für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft in Deutschland“, betont Elmar Seizinger, Leiter Wald bei FSC Deutschland.
Programmüberblick
3. April: Fachtagung (13:00 – 18:00 Uhr, Forstliches Bildungszentrum, Arnsberg),
führende Wissenschaftler und Praktiker teilen ihre Erkenntnisse zu folgenden Themen:
- Schwerpunkte im Waldschutz – jetzt und in naher Zukunft – Dr. Christiane Helbig (TU Dresden)
- Wohin verschiebt sich das Klima? – Das Modell der Klimahüllen – Dr. Ralf Petercord (Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW)
- Baumarten im Fokus: Welche Optionen haben wir, und wie sind sie zu bewerten? – Dr. Axel Albrecht (Forstliche Versuchsanstalt Baden-Württemberg)
- Die Zukunft der Buche: Hat sie in Mitteleuropa noch eine Chance? – Prof. Dr. Erwin Hussendörfer (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf)
- Welche Wahl lässt FSC beim Thema Baumarten? – Elmar Seizinger (FSC Deutschland)
Im Anschluss an die Fachtagung gibt es für die Teilnehmenden Raum für weiterführende Gespräche und Vernetzung.
4. April: Exkursion (09:00 – 13:00 Uhr):
Im FSC-zertifizierten Landeseigenen Wald werden konkrete Beispiele zum Waldmanagement im Klimawandel und zur Baumartenwahl gezeigt: Ein Raum für offene Fragen und Diskussion vor Ort im Wald. Punkt ab dem die Einfahrt in den Wald für Selbstfahrer beschildert ist: https://maps.app.goo.gl/fAoToj3pxup282Eb6
- Naturwaldzellen als Freilandlabore zur Erforschung natürlicher Anpassungspotentiale und ‑grenzen unserer Wälder im Klimawandel
- Wiederbewaldung im Klimawandel am Beispiel der Demonstrationsflächen des europäischen Forschungsprojektes „SUPERB“
- Forstliche Konzepte im Lehr- und Versuchsrevier Hirschberg
Die Exkursion endet um 13:30 Uhr mit der Rückkehr zum Bahnhof Neheim-Hüsten.
Infos und Anmeldung
Detailprogramm sowie Anmeldeformular sind auf der FSC-Homepage verfügbar: https://www.fsc-deutschland.de/welche-baumarten-wahl-haben-wir/
(Quelle: Wald und Holz NRW)