Verträge für Arnsberg-Mescheder Krankenhausfusion sind unterzeichnet

Sehr zufrie­den zeig­ten sich bei der Pres­se­kon­fe­renz die Geschäfts­füh­rer. „Ich hal­te es für einen not­wen­di­gen und ver­ant­wor­tungs­vol­len Schritt, sich gemein­sam und damit gestärkt für die wach­sen­den Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft auf­zu­stel­len“, sag­te Kem­per. „Das Zen­tren- und Stand­ort­kon­zept liegt vor und ist kom­mu­ni­ziert. Dies gilt es jetzt mit Leben zu fül­len und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in den Pro­zess ein­zu­be­zie­hen und ihr Wis­sen und ihre Erfah­rung in die Aus­ge­stal­tung der künf­ti­gen Ver­sor­gungs­struk­tu­ren ein­zu­bin­den“, ergänz­te Hag­mann und fügt an: „Die Arbeit geht jetzt erst rich­tig los“.

Standortsicherung durch Vetorecht

Hag­mann infor­mier­te auch dar­über, dass für den Stand­ort St. Wal­bur­ga-Kran­ken­haus Mesche­de in den geschlos­se­nen Ver­trä­gen beson­de­re Schutz­rech­te fest­ge­schrie­ben sei­en. Dem­nach kön­ne von der gemein­sa­men Kran­ken­haus­ge­sell­schaft künf­tig kei­ne Schlie­ßung und Umwand­lung des Mesche­der Kran­ken­h­aus­stand­or­tes beschlos­sen wer­den, da dies einer vor­he­ri­gen Zustim­mung der Ale­xia­ner Miser­i­cor­dia GmbH bedür­fe. Glei­che Schutz­rech­te bestün­den für die bis­he­ri­gen Trä­ger­stif­tun­gen der Arns­ber­ger Standorte.

Belegschaft im Aufsichtsrat

Im neu­en Auf­sichts­rat der gemein­sa­men Kran­ken­haus-Gesell­schaft gibt es künf­tig zwölf Man­da­te – sie­ben Sit­ze für die bis­he­ri­gen Trä­ger­stif­tun­gen des Kli­ni­kums Arns­berg, zwei Sit­ze für die Ale­xia­ner  und drei bera­ten­de Sit­ze für die Mit­ar­bei­ter. „Die Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tun­gen, also die aus demo­kra­ti­schen Wah­len her­vor­ge­gan­ge­nen Inter­es­sen­ver­tre­ter der Arns­ber­ger und Mesche­der Beleg­schaft, wer­den künf­tig mit ins­ge­samt drei Sit­zen im Auf­sichts­rat der gemein­sa­men Kran­ken­haus­ge­sell­schaft eine star­ke Posi­ti­on ein­neh­men und von Anfang an bei allen Ent­schei­dun­gen und Pla­nun­gen bera­tend betei­ligt“, so die Geschäfts­füh­rer. „Ein Ver­fah­ren, wel­ches sich bereits in Arns­berg bewährt hat, für die Mesche­der Beleg­schaft jedoch abso­lut neu ist. Die Mesche­der Beleg­schaft erhält dabei ein eige­nes Man­dat für die vol­le Wahl­pe­ri­ode der bestehen­den MAV und gewinnt somit nie dage­we­se­ne Mit­wir­kungs­rech­te in Orga­nen der neu­en Krankenhausgesellschaft.“

Genehmigungsverfahren läuft noch

Die Zustim­mung der Geneh­mi­gungs­be­hör­den, der kirch­li­chen Stif­tungs­auf­sicht sowie die Auf­nah­me der neu­en gemein­sa­men Kran­ken­haus­ge­sell­schaft in den Kran­ken­haus­plan NRW ste­hen der­weil noch aus. Erst wenn die­se vor­lie­gen, wird die Fusi­on rechts­wirk­sam. Man arbei­tet dar­auf hin, bis Anfang des 4. Quar­tals 2017 die erfor­der­li­chen Geneh­mi­gun­gen auf dem Tisch zu haben.

Spekulationen Absage erteilt

Kem­per und Hag­mann erklär­ten zudem, dass sie „gezielt und wie­der­holt geschür­ten Gerüch­ten, die den Erhalt des Stand­or­tes St. Wal­bur­ga-Kran­ken­haus als voll­wer­ti­ges Kran­ken­haus in Zwei­fel zie­hen“, aber­mals eine kla­re Absa­ge ertei­len. „Die am 14. Juni 2017 der Öffent­lich­keit vor­ge­stell­te zukünf­ti­ge Stra­te­gie zum Zen­tren-/Stand­ort­kon­zept ist inzwi­schen Gegen­stand der offi­zi­el­len Kran­ken­haus­pla­nung des Lan­des NRW. Das dazu gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Anhö­rungs­ver­fah­ren ist vom Minis­te­ri­um ein­ge­lei­tet und lässt kei­nen Raum für Spe­ku­la­tio­nen dar­über, ob das Kli­ni­kum Arns­berg sich Filet­stü­cke aus dem Wal­bur­ga-Kran­ken­haus zieht“, so Kem­per. Für die Zukunft sei es ent­schei­dend, dass aus zwei Kran­ken­haus-GmbHs ein gemein­sa­mes Kran­ken­haus­un­ter­neh­men mit gemein­sa­men Ver­sor­gungs­schwer­punk­ten in zwölf Zen­tren an den Stand­or­ten Arns­berg und Mesche­de entsteht.

Eckdaten der gemeinsamen Krankenhausgesellschaft

Mit dem Zusam­men­schluss ent­steht ein Kli­ni­kum mit künftig

  • 927 Plan­bet­ten (226 St. Wal­bur­ga und 701 Kli­ni­kum Arnsberg)
  • rund 2250 Beschäf­tig­ten (ca. 1.750 Kli­ni­kum und ca. 500 St. Walburga)
  • vier Stand­or­ten
  • jähr­lich ca. 41.000 sta­tio­när ver­sorg­ten Pati­en­ten (ca. 30.000 Kli­ni­kum und ca. 11.000 St. Walburga).

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4 Antworten

  1. Beim Betrach­ten die­ses Fotos https://www.blickpunkt-arnsberg-sundern-meschede.de/wp-content/uploads/2017/07/2017.07.21.arnsberg.klinikum2.jpg kom­men Text­frag­men­te aus Grö­ne­mey­ers „Lächeln“-Song in den Sinn:

    Ein Lächeln liegt auf die­sem Land,
    grinst uner­träg­lich ignorant …

    Die digi­ta­le Mon­ta­ge von Dol­lar- resp. hier Euro-Sym­bo­len in die Augen der abge­bil­de­ten Prot­ago­nis­ten erüb­rigt sich.
    https://www.youtube.com/watch?v=_sANQeN-vhE

  2. Als Pati­ent in der neu­ro­glo­gi­schen Abtei­lung in Neheim hat­te ich eine leich­te Ver­let­zung durch Verbrühung
    an einer Hand. Zur „Behand­lung“ wur­de ich mit dem Taxi nach Alt-Arns­berg gebracht in die Ambulanz
    wegen der logis­ti­schen Auf­tei­lung der Krankenhäuser.
    Nach über drei Stun­den war ich mit dem Taxi zurück, inklu­si­ve eines „fach­män­ni­schen“, klei­nen Verbandes.
    Die­se Art Kos­ten zu spa­ren leuch­tet wem ein????????
    Ein Gesund­heits­sys­tem darf nie wirt­schaft­lich wer­den sonst lan­den wir dort wo die USA jetzt ist.
    Die gan­zen Sub­ven­tio­nen aus der Land­wirt­schaft bit­te ins Gesund­heits­we­sen umleiten.
    Aus dem Pati­en­ten ist ja mitt­ler­wei­le schon der Kun­de gewor­den, der Boden ist bereitet.

  3. Irgend­wann wird es soweit sein, dass eine Schwan­ge­re aus Schmal­len­berg zur Ent­bin­dung nach Bochum ins „Berg­manns­heil“ rei­sen muß – wegen der Wirtschaftlichkeit!
    Genau in die­se Rich­tung läuft der Trend der allei­ni­gen Aus­rich­tung nach Ökonomie.

  4. Lei­der strahlt über allem mal wie­der das Wort „Gewinn­ma­xi­mie­rung“. Der Mensch zählt nur noch wenn die Zah­len stimmen.

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