„Exakte Wegemarkierungen werden bei modernen Qualitätswanderwegen immer wichtiger“, weiß Christian Schmidt. Bei den Prädikatswanderwegen setzt die Zertifizierung inzwischen sogar eine jährliche Aktualisierung der Markierungen voraus. Die Sauerland-Wanderdörfer – das sind Schmallenberg & Eslohe, Olsberg, Winterberg, Medebach, Brilon, Willingen, die Region Diemelsee sowie Lennestadt & Kirchhundem – wollen da in der 1. Liga spielen und haben sich für ihr Wanderwegenetz von rund 7500 Kilometern die Dienste des SGV gesichert. „Wir haben einen Vertrag über sechs Jahre abgeschlossen,“ sagt Christian Schmidt. In jeweils dreijährigem Turnus sollen alle Wege einmal kontrolliert und nachmarkiert werden. Schmidt ist auch bei der finanziellen Seite für Transparenz: „Wir bekommen pro Wegekilometer 11,50 Euro, davon werden 1,50 Euro für Material benötigt, der Rest wird gerecht geteilt.“ Das heißt, 5 Euro gehen an die Wegezeichner, fünf Euro an den Hauptverein für die Koordination. Den Wegezeichnern ist es dann freigestellt, ob sie das Geld an ihre Abteilung weitergeben oder behalten. Zur Koordination in Arnsberg gehört auch die Aufgabe, einen Wegezeichner-Pool einzurichten, der tätig wird, wenn eine SGV-Abteilung vor Ort die vertraglich zugesagte Leistung einmal nicht erbringen kann. Schmidt würde den „Anerkennungsbeitrag“ von 5 Euro in Zukunft gerne vereinheitlichen und weitere Verträge im SGV-Gebiet abschließen.
Die aufgemalten Wandermarkierungen werden inzwischen durch Blättchen ersetzt. Die werden natürlich nicht an die Bäume genagelt, sondern geklebt, so Schmidt. Man habe einen sehr haltbaren Kleber, der die Markierungen weitgehend vor den Ambitionen von Souvenirjägern schützt. Der SGV-Hauptgeschäftsführer verweist zudem auf die Faustregel, die weiterhin gilt: Für einen Kilometer neu markierten Qualitätswanderweg sollen zwei Kilometer alte Wege aufgegeben werden.