„Förderschulen gehören abgeschafft, jetzt!“

Das Wert­schät­zen der Viel­falt ist auch für Sig­rid Beer wich­tig. Von Nor­we­gen bis Süd­ita­li­en hät­ten sich die Men­schen auf den Weg gemacht. Auch in Deutsch­land sei es Auf­ga­be der Gesell­schaft, dass die Mög­lich­kei­ten, die star­ke Eltern auch schon in der Ver­gan­gen­heit für ihre Kin­der erkämpft haben, für alle bereit gestellt wer­den. Jedes Kind müs­se die Vor­aus­set­zun­gen haben, das Bes­te errei­chen zu kön­nen, was ihm mög­lich sei. Das sei kei­ne Leis­tungs­feind­lich­keit, son­dern ein neu­es Leis­tungs­ver­ständ­nis, das die indi­vi­du­el­len Fort­schrit­te wür­di­ge. Sig­rid Beer ant­wor­te­te auch auf Kri­tik aus dem Publi­kum, dass es in den Schu­len in NRW nicht schnell genug vor­an gehe. Das Land wer­de eine Mil­li­ar­de Euro in die Hand neh­men, dass sei kein Pap­pen­stiel. Aber es brau­che auch Zeit, 180.000 Leh­re­rin­nen und Leh­rer zu Schulen.
Mar­ti­na Mül­ler, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Grü­nen in der Land­schafts­ver­samm­lung, sag­te „Wir leh­nen uns nicht zurück. Die Grü­nen sind der Motor der Inklu­si­on und haben schon vor 20 Jah­ren angefangen.“

Arnsberger Grüne wollen Aktionsplan Inklusion als vernünftige Basis

Sig­rid Alber­ti, Rats­kan­di­da­tin der Arns­ber­ger Grü­nen und selbst behin­dert, for­der­te, in der Dis­kus­si­on um die Schu­len auch die bereits Erwach­se­nen nicht zu ver­ges­sen und die oft noch feh­len­de Bar­rie­re­frei­heit in Beruf, Frei­zeit und Ver­kehr. Für Arns­berg wol­len die Grü­nen des­halb mit einem Akti­ons­plan Inklu­si­on eine ver­nünf­ti­ge Basis schaf­fen, wie fern­ab allen finan­zi­el­len Gezer­res eine Umset­zung von Bar­rie­re­frei­heit im All­tag gelin­gen kann. Denn es sei­en oft Klei­nig­kei­ten, die das All­tags­le­ben erschwe­ren wenn man in irgend­ei­ner Form ein­ge­schränkt ist.
Raul Kraut­hau­sen hat, wie er zum viel beklatsch­ten Abschied sag­te, auf der Zug­fahrt in Rich­tung Arns­berg über ein neu­es Buch nach­ge­dacht. Viel­leicht wer­de er es „Wäre ich doch bes­ser Dach­de­cker gewor­den!“ nennen.

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