
Arnsberg/Meschede. Als der irische Netzbetreiber Northern Ireland Electricity Networks (NIE Networks) nach dem verheerenden Sturm Éowyn die europäischen Energiekonzerne um Hilfe bat, war schnell klar: E.ON und seine Tochtergesellschaften, darunter Westnetz, unterstützen den Wiederaufbau vor Ort.
Massive Schäden und europaweite Hilfe
Sturm Éowyn hat in Irland massive Schäden hinterlassen: Mehr als 700.000 Haushalte waren, zeitweise ohne Strom – was sich in einem Land mit nur rund fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern besonders stark auswirkt. Zahlreiche zerstörte Freileitungsmasten führten zu erheblichen Versorgungsunterbrechungen.
Nach der europaweiten Anfrage richtete E.ON gemeinsam mit regionalen Energieunternehmen wie Westnetz, Avacon und weiteren Verteilnetzbetreibern eine Taskforce zur Einsatzkoordination ein. Federführend rief Westnetz einen operativen Koordinationsstab ins Leben. Dieser steuerte zentrale Aspekte wie Reiseplanung, Versicherungen, Arbeitsrecht, Sicherheitsvorgaben und Logistik.
Schneller Einsatz von Westnetz-Mitarbeitenden des Regionalzentrums Arnsberg
Thorsten Tabke, stellvertretender Leiter des Koordinationsstabs und Leiter des Regionalzentrums Arnsberg, betonte: „Wir mussten schnell handeln. Die Leistungsbereitschaft vor Ort und im Hintergrund war beeindruckend, ebenso das immense Engagement aller Kolleginnen und Kollegen im Einsatz.“
Insgesamt 15 Westnetz-Teams mit jeweils zwei Fachkräften meldeten sich freiwillig, um bei der Wiederherstellung der Infrastruktur zu unterstützen. Ihre Motivation: zu helfen, wie sie es bereits in der Ahrtalkrise nach dem Jahrhunderthochwasser im Ahrtal getan haben. Zusätzlich unterstützten zwölf Kolleginnen und Kollegen des Verteilnetzbetreibers Schleswig-Holstein Netz sowie fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Energieunternehmens Avacon mit einem Steiger.
Bereits innerhalb weniger Tage machten sich die ersten Teams der Westnetz auf den Weg nach Irland, darunter auch zwei Teams des Westnetz Standorts in Arnsberg. Die Arnsberger Kollegen Louis Schulte, Jörn Schnier, Marcel Vollmer und Philipp Timmermann erhielten zunächst eine grundlegende Sicherheitsunterweisung durch den irischen Energieversorger und schlossen sich vor Ort mit Westnetz-Teams aus anderen Regionalzentren zusammen. Am nächsten Tag begannen alle Westnetz-Teams gemeinsam mit den Teams des irischen Energieversorgers mit dem Einsatz, bei dem Freileitungen freigeschnitten, verlängert und auf neue Masten gezogen wurden.
Dankbarkeit für die Unterstützung und positive Eindrücke
„Trotz sprachlicher Barrieren, der langen Reise und dem zuerst gewöhnungsbedürftigen Linksverkehr sind wir froh den Menschen in Irland aktiv geholfen zu haben. Die irischen Kolleginnen und Kollegen waren sehr herzlich und die Kundinnen und Kunden dankbar für unsere tatkräftige Unterstützung. Die Zeit in Irland hat uns nicht nur viele Einblicke in die irischen Arbeitsweisen, sondern auch viele schöne Eindrücke von der Landschaft und Kultur geboten.“, resümierte Jörn Schnier, Netzmonteur aus dem Netzbetrieb Meschede-Warstein.
Erfolgreicher Abschluss des Einsatzes
Für die Teams der Westnetz ist der Einsatz in Irland nach Tagen voller Arbeit beendet. In Irland wurde die Stromversorgung durch die Unterstützung der Westnetz und weiteren E.ON-Gesellschaften gemeinsam mit dem irischen Energieunternehmen ESB weitestgehend wieder hergestellt.
Wir denken weiterhin an die vielen betroffenen Menschen und danken allen Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz vor Ort.
(Quelle: Westnetz)