Kunstsommer will Arnsberger vom Filz überzeugen

Bea­te Bos­sert arbei­tet seit 25 Jah­ren mit Filz. Das Rum­ar­bei­ten ist für die immer noch ein tota­ler Genuss und ihr fällt auch immer noch etwas Neu­es ein. Kie­sel­stei­ne fer­tigt sie als Auf­trags­ar­beit in allen gewünsch­ten Far­ben und Mase­run­gen nach Fotos und Vor­la­gen, für den Kunst­mä­zen Würth hat sie in ihrer Hei­mat Baden-Würt­tem­berg sogar Schrau­ben gefilzt. Das Geheim­nis sind die unter­schied­li­chen Woll­sor­ten von über 100 Schaf­ras­sen und die Far­ben, die sie sich wie beim Malen teils sel­ber mischen muss. Das Fil­zen ist dann kein che­mi­scher Pro­zess, son­dern rei­ne Mecha­nik. Die losen Haa­re wer­den nach jahr­hun­der­te­al­ten Tech­ni­ken nur mit Feuch­tig­keit und Rei­bung bear­bei­tet. Die Zuga­be von Sei­fe ist mög­lich und beschleu­nigt den Pro­zess, es geht aber auch ohne Sei­fe. Der Filz wird erst in der Hand aus den Woll­haa­ren gelegt, spä­ter regel­recht getre­ten und zusam­men­ge­stampft. Bei ihren Kie­sel­stei­nen lie­ge der Schwund an Mas­se bei 50 bis 60 Pro­zent, erläu­tert die Künst­le­rin, bei Wand­tep­pi­chen immer­hin auch bei 10 bis 20 Prozent.

Kostenloses Mitmachprojekt für jeden

Im Kunst­som­mer gibt Bea­te Bos­sert am Mitt­woch, 13. August zunächst einen Work­shop „Fühl-Skulp­tu­ren“, der bereits aus­ge­bucht ist. An den bei­den fol­gen­den Tagen kann dage­gen jeder an dem offe­nen und kos­ten­lo­sen Filz-Work­shop „Fas­zi­na­ti­on der Ver­bin­dung“ teil­neh­men und die betö­ren­de Wand­lung von der Wol­le zum Tep­pich mit­er­le­ben. Bei dem Mit-Mach-Pro­jekt für jedes Alter wird gemein­sam die Wol­le nach alter Tra­di­ti­on, aber mit moder­nem Design zu einem Tep­pich gelegt. „Wie bei den Noma­den wird der Tep­pich drau­ßen auf der hol­pe­ri­gen Step­pe – in unse­rem Fall dem Kopf­stein­pflas­ter – mit den Füßen gewalkt. Ein ein­ma­li­ges Erleb­nis, gemein­sam einen Wand­tep­pich zu gestal­ten, der dann in Arns­berg hän­gen wird,“ so Bea­te Bos­sert, die bei die­ser Akti­on von den hei­mi­schen Fil­ze­rin­nen Maria Becker und Susan­ne Gos­mann unter­stützt wird.

Wer teil­neh­men will, kann

  • von Anfang an dabei sein und den gan­zen Weg erleben
  • immer wie­der dazu­kom­men und dort mit­wir­ken, wo die ande­ren gera­de sind
  • nur ein klei­nes Biss­chen oder mehr beim Mus­ter dabei sein
  • nur ein klei­nes Biss­chen oder mehr beim Wal­ken dabei sein
  • nur schau­en – und dann viel­leicht doch mit zuzugreifen?

Für jeden eine Mög­lich­keit, sich in den fas­zi­nie­ren­den Wer­de­gang eines Filz­tep­pichs ein­zu­brin­gen. Das kos­ten­lo­se Mit­mach­pro­jekt läuft am Don­ners­tag, 14. August von 14 bis 20 Uhr sowie am Frei­tag, 15. August von 11 bis 18 Uhr im Blau­en Saal und im Museumshof.

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