Franziskus von Ketteler, Geschäftsführer des Wildwaldes, wies in seiner Begrüßung der 60 geladenen Gäste darauf hin, dass viele Menschen heute unzufrieden seien mit den weltweiten Anstrengungen zum Klimaschutz. „Was uns Mut macht, ist der plötzlich überall spürbare, wachsende Druck aus der jungen Generation. Die Jugend will jetzt endlich Ergebnisse“, so von Ketteler weiter. Der Hintergrund: Konkrete Erfolge scheitern in den seit der Konferenz von Rio de Janeiro (1992) jährlich stattfindenden internationalen Klimakonferenzen meist an dem sogenannten „Einmütigkeitsprinzip“, das einzelnen Ländern die Möglichkeit einräumt, den gesamten Prozess zu blockieren.
Arnsbergs stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner, zugleich Vorstandsmitglied der gemeinnützigen Waldakademie Vosswinkel e.V., zeigte sich beeindruckt von dem neuen Angebot. Sie verwies auf das Engagement der Stadt in Sachen Klimaschutz. So habe man im Gegensatz zu vielen anderen Städten bereits seit fast drei Jahren einen Klimaschutzmanager. Goldner dankte ausdrücklich den Initiatoren der Station, insbesondere der bei der Entwicklung federführenden Wildwald-Försterin und Waldpädagogin Anneli Noack und der Grafikdesignerin Anke Peters aus Voßwinkel. Arnsbergs Klimaschutz-Manager Sebastian Marcel Witte gab anschließend einen Überblick über seine Arbeit und die Ergebnisse der Klimaschutzwoche, die noch bis 1. Oktober 2014 läuft. Er ist sich, dass die neue Waldstation die bereits vorhandenen Angebote Arnsbergs gut ergänzt.
Jede Station ist individuell gestaltet
Wildwald Voßwinkel und Waldakademie Voßwinkel hatten vor zwei Jahren beschlossen, zu verschiedenen Schwerpunktthemen rund um Wald und Forst Angebote zu entwickeln. Neben der nun eröffneten Klimastation können sich die Besucher auch zu Wildtieren, Forstwirtschaft, Insekten, Urwald, Waldvögel und Kulturlandschaft informieren. Damit werden diese Themen stärker in der Natur- und Waldpädagogik verankert. Jede Station verfügt über individuell gestaltete Tafeln für Kleinkinder und Schulkinder sowie anspruchsvolle Erläuterungen für Erwachsene. Außerdem gibt es Elemente, die zum Ausprobieren und Mitmachen anregen sowie einen kleinen Erkundungspfad. Jede Station hat rund 8000 Euro gekostet. Finanziert wurde die Maßnahme, so Franziskus von Ketteler, durch Spenden und Zuschüsse, unter anderem von der „Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW“ sowie zweier weiterer Stiftungen.