Christian Schmidt ist zwar erst drei Monate neuer Hauptgeschäftsführer des SGV-Hauptvereins, dennoch hält er sich zu gute, den Arnsberger Jugendhof bereits gut zu kennen. Denn seine Familie zieht erst in den Sommerferien aus Kiel ins Sauerland nach und er hat die ersten zehn Wochen an seinem neuen Arbeitsplatz in Arnsberg im Jugendhof gewohnt. So hat er die klare Meinung, man dürfe den Jugendhof nicht zur „eierlegenden Wollmilchsau“ machen, wenn man erfolgreich sein wolle, sondern müsse sich auf die Kernkompetenz und Philosophie des SGV konzentrieren, also auf Aktivitäten rund um Natur und Erholung. Wichtig für ihn ist auch, die erstklassige Lage direkt am Wald und hoch über Arnsberg besser herauszustellen und die lokalen und regionalen Plattformen deutlich besser zu nutzen. Die Darstellung des Jugendhofs etwa auf den Internetseiten des Verkehrsvereins Arnsberg oder des Sauerlandtourismus müsse unbedingt geändert werden. Und ein bißchen, so Schmidt, müsse neben guten Ideen für eine Zukunft des Jugendhofs sicher auch in Beton investiert werden.
Christian Schmidt betonte aber auch, dass er sich als Hauptgeschäftsführer des Gesamtvereins in einer Vermittlerrolle sehe. Er verstehe die eine Seite, die nichts übers Knie brechen und das Haus, an dem so viele Erinnerungen hängen, nicht aufgeben wolle, aber auch die andere Seite, die sich ein solches Objekt nicht dauerhaft ans Bein bilden wolle. Die Entscheidung, wie es weitergeht, liegt jetzt beim Präsidium. Der Arbeitskreis soll dem Präsidium bis zum Spätherbst die Frage beantworten, ob der Jugendhof eine Chance hat, und gegebenenfalls ein Konzept vorlegen, wie es weitergehen soll. Auf dessen Grundlage könnten dann zum Jahreswechsel die ersten Weichen gestellt und bei der nächsten Hauptversammlung den Mitgliedern erste Ergebnisse vorgestellt werden.